Eigentlich hatte ich mir das schon fast gedacht. Ich und regelmäßige Berichte schreiben. Das wird nichts, wobei ich schon an so manchen Tagen den guten Vorsatz hatte. Doch leider ist immer wieder etwas dazwischen gekommen und das war soooo wichtig. Andere Male an denen ich wirklich Zeit hatte und hätte schreiben können, waren Projekte und Ereignisse noch nicht ganz ausgestanden und ich wollte ja keine halben Geschichten erzählen. Nun, heute mal kurz ein Lebenszeichen.Beginnen will ich im Dezember. Also schon Mitte Dezember war meine Collegezeit vorbei. Neben Englisch und Mathe belegte ich noch einen Soziologie-Kurs. Alle Kurse waren sehr interessant und halfen mir, meine neue Umgebung besser zu verstehen. In dem Englischkurs, die Sprache an sich. In Mathe Foot, Yard und andere Einheiten. In Soziologie lernte ich viel über die Menschen in Kalifornien. Gleich nach den Abschlussprüfungen und noch vor dem Weihnachtsfest flüchtete ich für ein paar Tage nach San Francisco. Letztes Jahr hatte ich nämlich in Deutschland – kurz vor meiner Ausreise – eine Teilnehmerin des 23. PPP aus den USA kennen gelernt. Diese lud mich ein, ein paar Tage mit ihr und ihrem Freund in den USA zu verbringen. Sie lebt jetzt in San Fransisco. Da Oakland nicht weit weg von San Fransisco ist, und dort mein Homestay-Host wohnt, habe ich auch diesen besucht.

Nach schönen Tagen der Erholung ging es dann leider an einem Regentag die gut 400 Meilen (700 km) wieder zurück nach Bakersfield. Ich hatte mir fest vorgenommen, den Highway 1, der direkt neben der Pazifikküste verläuft, zu nehmen. Nachdem ich den morgendlichen Stadtverkehr hinter mir gelassen hatte, ging es durch sehr schöne Landschaften und auf guten Straßen gemütlich in Richtung Süden. Ich dachte, ich hätte mir viel zu viel Zeit gegeben und würde schon um 15 Uhr daheim sein.

Aber der Schein trübte.

Die Besieldung wurde plötzlich dünn und die Straße verlor an Fahrspuren.

Auch wollte ich eigentlich, bevor es in den landschaftlich schönsten Teil der Gegend geht, noch mal tanken. Verpasste aber im starken Regen die letzte Tankstelle mit bezahlbaren Preisen. So fand ich mich plötzlich vor einem Schild “Next Gasstation 50 miles”. Nach kurzem überschlagen meines Tankinhaltes stellte ich dann fest: – müsste passen.

So fuhr ich weiter ohne große Sorgen. Der Regen störte mich nicht wirklich und ich fragte mich ernsthaft, warum die mir entgegen kommenden Trucks mit einem Schneepflug fuhren. Nach meiner Karte sollte ich die Schneegrenze nicht überschreiten. Was ich auch tatsächlich nicht tat. Klar wurde mir das ganze, als ich mit meinem Auto auf der Strasse einen großen fetten Stein überfuhr. Drei harte Schläge auf dem Unterboden des Fahrzeuges, eine Vollbremsung und ich stand dann in einer schlammigen Ausweichbucht. Das war knapp. Sofort durfte ich mein Auto checken. Gott sei Dank, nur eine starke Beule an der Ölwanne und Abschabungen am Rahmen. Der Regen wurde immer stärker und immer mehr Steine wurden vom Berg auf die Straße gespült. Die Straßenwacht mit den Schneepflügen schaffte es nicht wirklich die Straße sauber zuhalten.

Am Straßenrand sah man mehr und mehr Autos mit kaputten Reifen.

Nach den 50 Meilen musste ich wirklich tanken – zu deutschen Preisen. Als Entschädigung hatte ich aber auch meinen eigenen Tankwart.

Landschaftlich erfüllt – trotz Dauerregen – und mit sehr vielen Eindrücken kam ich dann noch pünktlich zum regelmäßigen Dienstagsdinner meiner “zweiten Gastfamilie” in Bakersfield an.

Ich mache alles neu!

Februar 23, 2008

Alles Neu- alles Besser.  Abwarten was passiert.